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Begegnungen schaffen: Wie Chlorophyll-Prints Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft im ländlichen Raum verbinden

Wie erreicht Wissenschaftskommunikation Menschen in hochschulfernen ländlichen Räumen? Das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung & Kultur (MWFK) Brandenburg geförderte Projekt "EINS – Wissenschaft * Natur * Gesellschaft" der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) erprobt einen innovativen Ansatz an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Partizipation.

Charlotte Thömmes

In Kooperation mit der Künstlerin Charlotte Thömmes und der Präsenzstelle Schwedt | Uckermark entstehen Bürger*innen-Portraits mittels Chlorophyll-Prints, einem experimentellen Bildgebungsverfahren, das Fotografie und Pflanzenwissenschaft verbindet.

Die Technik nutzt die Lichtempfindlichkeit von Chlorophyll-Pigmenten: Unter gezielter Sonnenbelichtung werden Portraits direkt auf Pflanzenblätter übertragen. Freiliegende Bereiche bleichen aus, abgedeckte behalten ihre grüne Farbe – das Bild entsteht in den Pflanzenzellen selbst, ganz ohne Chemikalien. Diese biologische Fotografie macht wissenschaftliche Prozesse unmittelbar erlebbar und visualisiert die Verbindung zwischen Mensch und Natur. So simpel wie schön: Wissenschaft, Natur und Gesellschaft werden EINS.

Das Projekt schafft mehrfache Begegnungsräume: Bei den Stadtfesten in Angermünde und Eberswalde (Juni 2026) entstehen im persönlichen Gespräch die Portraits. Multisensorische Ausstellungen vor Ort (August/September 2026) laden zur Selbstentdeckung und zum Austausch ein – zwischen Bürger*innen untereinander sowie mit Hochschulangehörigen.

Weitere Informationen auf der Webseite der HNEE