Workshop: Schüler*innen reflektieren eigene Smartphone-Nutzung und entwickeln Ideen für nachhaltige Produkte
Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage: Welche Auswirkungen haben digitale Technologien auf Mensch und Umwelt? Dabei erfuhren die Jugendlichen, dass der größte Teil der Umweltbelastung digitaler Geräte bereits vor ihrer Nutzung entsteht: Für die Herstellung von Smartphones, Tablets oder Laptops werden große Mengen an Energie sowie wertvolle und teilweise seltene Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder seltene Erden benötigt. Deren Abbau belastet häufig Umwelt und Klima und ist vielerorts mit problematischen Arbeitsbedingungen verbunden. Hinzu kommen der steigende Strombedarf von Rechenzentren und Datennetzen sowie die wachsenden Mengen an Elektroschrott. Gemeinsam diskutierten die Schüler*innen deshalb, wie digitale Produkte langlebiger, ressourcenschonender und energieeffizienter gestaltet werden können.
Neben der Herstellung stand auch der eigene Konsum und die Nutzung im Fokus. Mit Klemmbausteinen wurde der eigene digitale Fußabdruck hinsichtlich des CO2- und Wasserverbrauchs sowie Arbeitsbedingungen nachgebaut, gemeinsam diskutiert und hinterfragt. „Die Jugendlichen haben einen sehr reflektierten Blick auf ihre Social Media Nutzung, doch das eigene Verhaltensmuster zu durchbrechen braucht Unterstützung und eine Idee davon, welche alternativen Aktivitäten entspannend und unterhaltend wirken“, sagte die Workshopleitung Marela Steinicke von der TH Brandenburg. Die Spannbreite beim Zugang zu digitalen Medien ist bei den 14 bis 15 Jährigen breit gefächert: Während Einzelne kein eigenes Smartphone besitzen, können andere über die Nutzung ihres Smartphones völlig frei entscheiden.
Der Workshop ist Teil des InNoWest-Projekts „Gemeinsam Digitalisierung nachhaltig gestalten“, ein Zusammenschluss der Technischen Hochschule Brandenburg, der Hochschule für nachhaltige Entwicklung und der Fachhochschule Potsdam. Ziel ist es, Menschen in Nord-West-Brandenburg für die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Digitalisierung zu sensibilisieren und ihnen aufzuzeigen, wie sie digitale Zukunft nachhaltig mitgestalten können. Gleichzeitig unterstützt das Angebot Schulen bei der Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und lässt sich in verschiedene Unterrichtsfächer integrieren.